Jagdhunde-Schadensausgleichkasse

Vergaberichtlinie für Erstattungen aus der Jagdhunde-Schadensausgleichkasse des Kreisjagdverband Meißen e.V.

1. Ziel

Die Vergaberichtlinie für Erstattungen aus der Jagdhunde-Schadensausgleichkasse des Kreisjagdverband Meißen e.V. ist die Grundlage für eine Entschädigung eines Voll-Mitgliedes des Kreisjagdverband Meißen e.V. bei Verlust bzw. Schädigung des, gemäß Sächsische Landesjagdgesetz und der Sächsischen Jagdverordnung in aktueller Fassung, in Ausbildung stehenden bzw. geprüften Jagdgebrauchshundes. Voraussetzung für eine Entschädigung ist die rechtlich anerkannte Brauchbarkeit des Jagdhundes. Zuchtverbandspezifische Klassifizierungen der Jagdgebrauchshunde werden in dieser Vergaberichtlinie nicht bewertet und entschädigt.

2. Antragsvoraussetzungen

(1)  Anträge auf Erstattungen aus der Jagdhunde-Schadensausgleichkasse des Kreisjagdverband Meißen e.V. können nur für Jagdgebrauchshunde, die durch das Sächsische Landesjagdgesetz in der Fassung vom 8. Juni 2012 und der Sächsischen Jagdverordnung vom 27. August 2012 anerkannt sind, gestellt werden.

(2)  Der Besitzer des Jagdgebrauchshundes muss vor dem Schadenseintritt Voll-Mitglied im Kreisjagdverband Meißen e.V. gewesen sein und seinen Verbandsbeitrag sowie den Beitrag für den der Jagdhunde-Schadensausgleichkasse des Kreisjagdverband Meißen e.V. satzungs- und beschluss-gemäß entrichtet haben. Mitglieder die im Kreisjagdverband Meißen e.V. eine Zweit-Mitgliedschaft, zusätzlich zur Mitgliedschaft in einem anderen Jagdverband, führen haben keinen Erstattungs-anspruch. Der Jagdgebrauchshund muss vor dem Schadenseintritt beim Obmann für das Jagdhundewesens des Kreisjagdverband Meißen e.V. registriert sein – die Registrierbestätigung durch den Kreisjagdverband Meißen e.V. muss dem Jagdhundebesitzer schriftlich vorliegen. Der Jagdhundebesitzer muss in Besitz eines gültigen Jagdscheines sein.

(3)  Der Jagdgebrauchshund muss die Qualifikation für den jagdlichen Einsatz, der zum Schadenseintritt führte, gemäß § 24 SächsJagdG und § 6 SächsJagd VO nachgewiesen haben. Bei Antragstellung ist der Brauchbarkeitsnachweis „Grüne Karte“ sowie die dazugehörigen Leistungsnachweise (Zeug-nisse mit Unterschriften des Prüfungsleiters sowie der Leistungsrichter mit der richterbezogenen JGHV-Identifikationsnummer) der Jagdgebrauchsprüfung als Ablichtung beizufügen. Bei ausländischen Prüfungsunterlagen ist zusätzlich zum Original eine Übersetzung einzureichen.

(4)  Für die Bestätigung und den Nachweis der jagdlichen Ausbildung bzw. Prüfungsvorbereitung des Jagdhundes bis zu einem Prüfungshöchstalter von 3 Jahren gelten die Vorlage einer entsprechenden gemäß Sächsische Landesjagdgesetz und Sächsischen Jagdverordnung in aktueller Fassung anerkannten Prüfung (Anlagenprüfung, Verbandsjugendprüfung, Herbstzuchtprüfung, oder gleichwertig), schriftliche Nachweise von Jagdgebrauchshundeschulen und Bestätigung durch zwei glaubwürdigen, unabhängigen Zeugen. Der Jagdhund muss dem Phänotyp einer von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) anerkannten Jagdhunderasse entsprechen und einer der nachstehenden Jagdhunderassen angehören: a) Vorstehhunde; b) Schweißhunde; c) Stöberhunde; d) Bracken; e) Erdhunde; f) Apportierhunde. Ist der Jagdhund nicht in Besitz eines anerkannten FCI-, VDH- oder JGHV-Ahnennachweises und die Schadenskommission hat nachweislich Zweifel am Phänotyp des Jagdhundes, so ist durch den Antragsteller ein Phänotypgutachten entsprechend den VDH-/JGHV-Regularien der Schadenskommission innerhalb von 12 Wochen vorzulegen. Die Kosten für das Phänotypgutachten sind im vollen Umfang vom Antragsteller zu tragen. Der Jagdhund darf das jeweilige Prüfungshöchstalter von 3 Jahren noch nicht überschritten haben.

(5)  Bestand für den Jagdgebrauchshund für den jagdlichen Einsatz am Unfall-/Verlusttag Versicherungs-schutz durch eine anderweitige Jagdhundeversicherung (Tages-Jagdhundeversicherung) – welche Tierarztkosten, Tod oder das Verlustgehen abdeckt – so besteht kein Anspruch aus der Jagdhunde-Schadensausgleichkasse des Kreisjagdverband Meißen e.V.

(6)  Dem Jagdhundebesitzer darf kein Schadensanspruch gegenüber Dritten zustehen.

2. Entschädigungszahlungen

(1)  Entschädigungszahlungen erfolgen für Tierarztkosten, bzw. als Ersatzkosten für beim jagdlichen Einsatz tödlich verunfallte und verlorengegangene Jagdhunde.

(2)  Für Jagdhunde, die bei der Ausbildung, bzw. bei der Jagdausübung abhanden gekommen sind, können Entschädigungszahlungen erfolgen.

(3)  Für Jagdhunde die bei der Ausbildung bzw. für Jagdgebrauchshunde die bei der Jagdausübung verletzt wurden, werden Tierarztkosten einmalig pro Schadensfall gemäß Tabelle 1 gegen Rechnungsvorlagen erstattet. Reisekosten werden dabei nicht erstattet.

(4)  Entschädigungszahlungen erfolgen ausschließlich nur bei: a) Vorlage einer genauen Schilderung des Unfall-/Verlustherganges; b) Benennung von zwei glaubwürdigen, unabhängigen Zeugen; c) Bericht/ Befund durch Tierarzt/ Tierklinik;  d) Bericht durch die Polizei (z.B. bei Verkehrsunfällen) und e) Nachweise gemäß Vergaberichtlinie für Erstattungen aus der Jagdhunde-Schadensausgleichkasse des Kreisjagdverband Meißen e.V. Punkt 2.

(5)  Selbsttötungen von Jagdgebrauchshunden sind von den Entschädigungszahlungen ausgeschlossen.

(6)  Die Höhe der Entschädigungszahlungen richtet sich nach Tabelle 1. Die Schadenskommission des Kreisjagdverband Meißen e.V. kann eine prozentual-anteilige Entschädigungszahlung je Schadensfall durchführen.

3. Schadensanzeige/ Schadensauszahlung

(1)  Anträge für Zahlungen aus der Jagdhunde-Schadensausgleichkasse des Kreisjagdverband Meißen e.V. sind innerhalb eines Monats nach Schadenseintritt beim Obmann des Jagdhundewesens des Kreisjagdverband Meißen e.V. einzureichen; Tierarztkosten spätestens einen Monat nach Ende der Behandlung. Zur Fristwahrung gilt der Poststempel.

(2)  Die Anzeige muss über die Formblätter erfolgen. Die Formblätter sind beim Obmann des Jagd-hundewesens des Kreisjagdverband Meißen e.V. erhältlich.

(3)  Eine Schadenskommission  begutachtet alle eingereichten Schadensfälle mindestens einmal jährlich. Stellt die Kommission grobe Fahrlässigkeit; Verstöße gegen Ordnung, Sicherheit, gegen geltende gesetzliche Bestimmungen und gegen die Vergaberichtlinie für Erstattungen aus der Jagdhunde-Schadensausgleichkasse des Kreisjagdverband Meißen fest, ist der Antrag abzulehnen.

(4)  Der Antragsteller wird über den Entscheid zu seinem Antrag schriftlich binnen 8 Wochen nach Begutachtung durch die Schadenskommission des Kreisjagdverband Meißen e.V. unterrichtet, die Auszahlung erfolgt nach Schadensanerkennung binnen 8 Wochen bargeldlos.

(5)  Dem Jagdhundebesitzer steht ein Einspruchsrecht innerhalb von 4 Wochen ab Zugang des ablehnenden Bescheides zu. Einsprüche müssen allen Mitgliedern der Schadenskommission des Kreisjagdverband Meißen e.V. bekannt gegeben werden. Dabei zählt jeweils die im ersten Antrag geschilderte Unfallbeschreibung. Nachträgliche Veränderungen in der Hergangsbeschreibung können nicht berücksichtigt werden. Wird die Ablehnung aufrecht erhalten, ist der Antragsteller schriftlich über die Gründe der Ablehnung zu benachrichtigen. Hält der Geschädigte seinen Einspruch schriftlich binnen 4 Wochen ab Zugang des ablehnenden Bescheides aufrecht, wird auf der darauffolgenden Mitgliederhauptversammlung des Kreisjagdverband Meißen e.V. über den Antrag abgestimmt. Das Ergebnis dieser Abstimmung ist endgültig und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

(6)  Es besteht kein Rechtsanspruch auf Erstattungen aus der Jagdhunde-Schadensausgleichkasse des Kreisjagdverband Meißen e.V. Eine Erstattung aus der Jagdhunde-Schadensausgleichkasse des Kreisjagdverband Meißen e.V. richtet sich grundsätzlich nach den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln. Die Mittelverwaltung der Jagdhunde-Schadensausgleichkasse des Kreisjagd-verband Meißen e.V. erfolgt über ein separat geführtes Bankkonto.

 

Auszahlungsbeträge Höchstgrenzen tödlich verunfallter Hunde

 

Auszahlungsbeträge Höchstgrenzen verlorengegangener Hunde

 

Alter / Ausbildungsstand des Hundes

 

a)    9 Wochen bis 3 Jahre in der Ausbildung

 

 

 

400

 

200

b)    nach abgeschlossener Ausbildung mit Jagdgebrauchsprüfung bis 10 Jahre

 

 

1.100

 

350

c)     nach abgeschlossener Ausbildung mit Jagdgebrauchsprüfung älter als 10 bis 12 Jahre

 

950

 

300

d)    Tierarztkosten bei Unfällen im jagdlichen Einsatz der Jagdhunde mit einem Alter bis 10 Jahre oder mit Jagdhunden in der Ausbildung mit einem Alter von 9 Wochen bis 3 Jahre

 

 

maximal 900 € abzüglich 150 € Eigenanteil

e)    Tierarztkosten bei Unfällen im jagdlichen Einsatz der Jagdhunde mit einem Alter älter als 10 Jahre  bis 12 Jahre

 

maximal 700 € abzüglich 150 € Eigenanteil

 

4. Schadenskommission

(1)  Die Schadenskommission des Kreisjagdverband Meißen e.V. besteht aus 5 Mitgliedern.

(2)  Die Mitglieder der Schadenskommission des Kreisjagdverband Meißen e.V. werden für 3 Jahre durch den Vorstand des Kreisjagdverband Meißen e.V. berufen. Der Obmann für das Jagdhundewesen des Kreisjagdverband Meißen e.V. ist immer Mitglied der Schadenskommission.

(3)  Die Mitglieder der Schadenskommission des Kreisjagdverband Meißen e.V. müssen einen gültigen Jagdschein besitzen und Voll-Mitglied im Kreisjagdverband Meißen e.V. sein.

5. Gültigkeit

Die vorstehende Vergaberichtlinie ist durch den Vorstand des Kreisjagdverband Meißen e.V. am 18. März 2019 einstimmig beschlossen worden. Die Vergaberichtlinie für Erstattungen aus der Jagdhunde-Schadensausgleichkasse des Kreisjagdverband Meißen e.V. tritt ab 18. März 2019 in Kraft.

Jagdhundemeldebogen des Kreisjagdverband Meißen e.V.

Jeder geführte Jagdhund im KJV-Meißen e.V. ist beim Obmann für das Jagdhundewesen im Kreisjagdverband Meißen e.V. Herrn Daniel Habich mittels des Jagdhundemeldebogens anzumelden.

Die Zusendung des Meldebogens erfolgt nach Kontaktaufnahme mit Herrn Daniel Habich Tel. 015227975754.

 

Jagdhunde-Schadensmeldung an den Kreisjagdverband Meißen e.V.

Gemäß der Vergaberichtlinie ist ordnungsgemäß die Jagdhunde-Schadensmeldung an den Kreisjagdverband Meißen e.V. zu stellen.

Die Zusendung der Formulare für die Jagdhunde-Schadensmeldung erefolgt nach Kontaktaufnahme mit Herrn Daniel Habich Tel. 015227975754.

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Neueste Kommentare

06.11 | 10:22

Auch wieder Fake-News: "es wir ja gemunkelt....". Keinem damaligen Vorstandsmitglied des Jagdverbands Weißeritzkreis war auch nur der Entwurf bekannt.

...
01.11 | 20:07

Gefällt mir sehr gut. Ein großes Kompliment an alle.

...
31.10 | 11:19

Ja, ja! So wirds gemacht. Die Mitglieder mit Halbwahrheiten und billigen Vermutungen versorgen.
Ihr stärk nicht die Jägerschaft, Ihr schwächt sie !!!

...
05.09 | 00:19

Natürlich dürfen sie ihre eigene Stimme haben. Aber die bewirkt leider nicht viel wenn sie zu klein ist.

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