Jagdliches Brauchtum

13. Kinder- und Jugendseminar

Jagdliches Brauchtum
 
Das 13. Kinder- und Jugendseminar 2019 aus meiner Sicht
Unter dem Dachverband der Reiterlichen Gilde organisierte die Jagdhornbläser-Gilde
(gegründet 1977) unter der Leitung von Therese Stoll aus Mulda das zweite Kinder-
und Jugendseminar (KJS) im August 2008 in Blockhausen im Erzgebirge. Nach ver-
schiedenen Orten in Bayern, Hessen und Niedersachsen wurde ab 2013 mit dem
Naturfreundehaus in Grethen bei Grimma eine für diese Zwecke hervorragende Ört-
lichkeit gefunden.
Das gesamte Team dieser Einrichtung, stets freundlich und zuvorkommend, erfüllen
uns dabei fast jeden Wunsch, incl. Verpflegung für den ganzen Tag. Gemütliche Un-
terkünfte und zweckmäßige Räumlichkeiten zum Üben sind vorhanden und der
Außenbereich ist für Freizeit, Spaß und Spiel in Grethen einfach optimal.
Das KJS wurde 2016 letztmalig für die Gilde in Person von Therese Stoll organisiert
und es wurde ein Nachfolger für die so notwendige Nachwuchsarbeit gesucht. Seit
2017 ist nun die musikalische Leiterin der Bockwener Bläsergruppe, Sabine Mäser,
für die Organisation und Durchführung des KJS voll umfänglich verantwortlich. Mit
ihrer Erfahrung und Wissen in der Bläserausbildung im Kinder- und Jugendbereich
ist mit Sabine für diese Aufgabe eine absolut kompetente Person gefunden worden.
Das dritte von ihr organisierte KJS konnte wieder eine Steigerung der Teilnehmer-
zahlen aufweisen. In diesem Jahr waren 27 Kinder und Jugendliche vom 01. bis 04.
August 2019 zum Seminar gekommen. Unterrichtet werden Kinder ab 7 und
Jugendliche bis 25 Jahre. Sie kamen aus Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und
Hessen, aber auch Kinder von Jägern aus unserem Kreisjagdverband Meißen e.V.
Für eine effiziente Ausbildung sollten die einzelnen Gruppen nicht mehr als drei bis
vier Teilnehmer zählen. Dafür werden natürlich entsprechende Übungsleiter benötigt.
Durch langjährige Kontakte gelingt es Sabine immer wieder, obwohl immer schwie-
riger, kompetente Übungsleiter zu gewinnen. Einige kommen aus den Altbundeslän-
dern, nehmen weite Anfahrten in Kauf und auch zum Teil Urlaubstage. Geschult wer-
den Anfänger und auch fortgeschrittene Bläser auf dem Fürst-Pless-Horn und auf
dem Parfocehorn in Es. Sie bekommen Hinweise zur richtigen Atmung, korrekte Kör-
perhaltung und guten Tonbildung und vieles mehr vermittelt.
Ein wichtiger Ausgleich für die doch anstrengenden Übungseinheiten sind Freizeit-
betätigungen und –programme, also Spiel und Spaß. Erstmalig dabei und verant-
wortlich für die Freizeitgestaltung und Abendbetreuung war Hella Stieler gemeinsam
mit Oliver Langnik aus Niedersachsen. Auch die ganzen schriftlichen Notwendig-
keiten, wie Teilnehmeranmeldungen, erteilte Vollmachten usw. lag in den Händen der
beiden Betreuer.
Ein echter kultureller Höhepunkt war der Besuch des Jagdhauses aus der Zeit
August des Starken in Kössern. Die interessante Führung durch das Haus erfolgte
durch eine Hofdame im Kleid der damaligen Mode und das gemeinsame Blasen im
 
weitläufigem Park mit Fotoshooting war ein würdiger Abschluss. Danach ging es bei
schönstem Sommerwetter zur Freude aller in das Freibad nach Kleinbothen.
Ich selbst war das siebente Mal als Übungsleiter dabei. Bereits 2008 beim zweiten
KJS habe ich Kinder aus Niedersachsen betreut, die auch in den folgenden Jahren
an den Lehrgängen teilgenommen haben und dieses Mal waren sie bereits schon als
junge Erwachsene wieder dabei und man konnte hören und sehen, welche fantas-
tische Entwicklung diese Bläser genommen haben.
Nach den verschiedenen Übungseinheiten zu den jeweiligen Themen wurde auch für
ein kleines Abschlussprogramm geübt. Neu erlernte Signale und Musikstücke kamen
dann durch die einzelnen kleinen Gruppen am Sonntagvormittag zum Vortrag.
Gespannte Zuhörer waren die Eltern und Großeltern, die für das kleine Programm
ihrer Kids auch nicht mit Applaus sparten.
Als Resümee zu diesem Wochenende kann man sagen, dass die jungen Bläser in
ihrer musikalischen Entwicklung wieder einige Schritte weiter nach vorn gemacht
haben. Vorhandene Kenntnisse wurden gefestigt, kleine Fehler korrigiert und viel
Neues dazu gelernt. Es bleiben erlebnisreiche Tage bei den Kindern und Jugend-
lichen in schöner Erinnerung.
Für die Pflege des Jagdlichen Brauchtums, so für das Jagdhornblasen, ist es wichtig,
interessierte Kinder im frühen Alter an das Instrument heranzuführen und eine ent-
sprechende Ausbildung angedeihen zu lassen. Sie sind einmal später die Bläser in
unseren Jägerschaften, die dann vielleicht eine erfolgreiche Strecke zu den Jagden
verblasen können.
Für die umfangreiche Organisation und Durchführung dieses jährlich stattfindenden
Kinder- und Jugendseminars gebührt der Sabine Mäser für ihre ehrenamtliche Tätig-
keit Dank und Anerkennung. Auch die Arbeit der Übungsleiter und Betreuer ist
ehrenamtlich und anerkennenswert.
Das Seminar wurde gefördert aus Mitteln der sächsischen Jagdabgabe.
Horst Bieber
Jagdl. Brauchtum KJV Meißen e.V.

Jagdhornblasen zum Sächsischen Erntedankfest

Anlässlich des Sächsischen Erntedankfestes in Coswig haben drei Jagdhornbläser- gruppen am Stand des KJV Meißen e.V. und auf zwei Freilichtbühnen mit kleinen Programmen zahlreiche Besucher erfreut. Am Samstag, 11.00 Uhr eröffnete die Bockwener Jagdhornbläsergruppe, Erwachsene und vier Kinder, die Aktivitäten am Zelt des KJV Meißen e.V. Auch der sächsische Landwirtschaftsminister, Herr Thomas Schmidt, wurde mit einem zünftigen Jagdkanon herzlich begrüßt. Die Greifvogelschau wurde von den Laußnitzer Jagdhornbläser musikalisch mit ver- schiedenen Jagdsignalen begleitet.

Um 17.00 Uhr hatten die Gellertberger Parforcehornbläser ihren Auftritt im Festzelt auf der Bühne Coswig. Das Programm der Bläser und die Moderation fand großen Anklang bei zahlreichen Zuhörern.

Zum großen Festumzug am Sonntag nahmen auf dem schmucken Kremserwagen die Laußnitzer und die Bockwener Jagdhornbläser Platz. Im Wechsel bliesen die Gruppen Jagdsignale und Märsche und erfreuten damit die zahlreichen Gäste bei- derseits der Straßen.

Um 13.00 Uhr wurde auf der Bühne Sörnewitz zu einem weiteren Programmteil des Erntedankfestes durch die Gellertberger Parforcehornbläser zum Sammeln geblasen und ein 15minutiger Auftritt mit Informationen zur Jagd hatten wieder interessierte Zuhörer. Gleich im Anschluss auf gleicher Bühne konnten die Bockwener Jagdhorn- bläser vor allem mit bekannten Jägerliedern die vielen Gäste erfreuen.

Am Stand des KJV Meißen e.V. konnte man ab Mittag den Klängen der Laußnitzer Bläser lauschen, bevor ab 14.00 Uhr die gleiche Gruppe zur Hundevorführung das Signal „Sammeln“ erklingen ließ. Mit dem „Hunderuf“ und weiteren Signalen wurde die Veranstaltung umrahmt.

An den beiden Tagen  haben alle drei Bläsergruppen mit ihren Auftritten einen we-sentlichen Beitrag für die Akzeptanz der Jagd bei der Bevölkerung geleistet und ihren Teil für eine gelungene Öffentlichkeitsarbeit  unseres Verbandes beigetragen. Dafür gebührt ihnen ein großer Weidmannsdank.

H.Bieber                                                                                                            

Jagdliches Brauchtum

 

Neuen Kommentar schreiben (Hier klicken)

123webseite.de
Zeichen zur Verfügung: 160
OK Senden...

Geißler, Christian | Antwort 01.11.2019 20.07

Gefällt mir sehr gut. Ein großes Kompliment an alle.

Alle Kommentare anzeigen

Neueste Kommentare

06.11 | 10:22

Auch wieder Fake-News: "es wir ja gemunkelt....". Keinem damaligen Vorstandsmitglied des Jagdverbands Weißeritzkreis war auch nur der Entwurf bekannt.

...
01.11 | 20:07

Gefällt mir sehr gut. Ein großes Kompliment an alle.

...
31.10 | 11:19

Ja, ja! So wirds gemacht. Die Mitglieder mit Halbwahrheiten und billigen Vermutungen versorgen.
Ihr stärk nicht die Jägerschaft, Ihr schwächt sie !!!

...
05.09 | 00:19

Natürlich dürfen sie ihre eigene Stimme haben. Aber die bewirkt leider nicht viel wenn sie zu klein ist.

...
Ihnen gefällt diese Seite
Hallo!
Probiere es selbst aus und erstelle deine eigene Webseite. Einfach und kostenlos.
ANZEIGE