September 2018

Kreisjagdverband Meißen e.V. verlässt den Landesjagdverband Sachsen e.V.

 

Liebe Jägerinnen und Jäger,

am 15.08.2018 fand auf Einladung des Vorstandes zum Thema  „Verbleib oder Austritt aus dem Landesjagdverband Sachsen e.V.“ ein außerordentlicher Kreisjägertag des KJV Meißen statt.

Mit überwältigender Mehrheit stimmten unsere Weidgenossinnen und Weidgenossen für einen Austritt aus dem Landesjagdverband Sachsen e.V. zum 31.12.2018.

Diesem Entschluss ging eine Vielzahl von Ereignissen voraus, die unsere Jägerinnen und Jäger nicht mehr länger bereit waren mitzutragen.

Bereits seit mehreren Jahren häuften sich die Probleme beim Landesjagdverband Sachsen. Ständige Streitereien und vor allem das Auftreten einzelner Präsidiumsmitglieder und Kreisvorsitzenden brachten den Landesjagdverband Sachsen in eine immer schlimmere Situation. Die Verbandsarbeit funktionierte nicht mehr richtig, Vertreter der Politik, die mit uns zusammenarbeiten wollten, zogen sich verärgert zurück und Personen spielten sich in unwürdiger Weise gegeneinander aus.

Dem Vorstand unseres Kreisverbandes blieb dies natürlich nicht verborgen. Da wir aber glaubten, dass es vielleicht doch eine positive Wende bei dieser Entwicklung geben könnte, beschloss der Vorstand, unsere Mitglieder (also euch) mit diesen Nachrichten nicht zu beunruhigen und den KJV Meißen aktiv in eine Verbesserung und Lösung der Probleme einzubringen.

Leider wurde die Situation immer schlimmer. Auf unserem Kreisjägertag haben wir dann doch darüber berichtet, was sich in den letzten Jahren und besonders 2018 im Landesjagdverband abspielte. Da wir unsere Mitglieder aktiv über den E-Mail-Verteiler informieren und dort auch alle Meldungen des LJV, des DJV und der Kreisbehörde verschicken, konnten sich viele ein Bild über die Lage machen. Dies führte dazu, dass immer mehr Mitglieder unseres KJV ihren Mitgliedsbeitrag nicht mehr leisteten und damit drohten, den KJV Meißen zu verlassen, wenn dies alles so weitergeht. Zurecht wurde kritisiert, dass vom LJV nichts mehr zu hören war, aber unser Geld dorthin bezahlt wurde.

Fast alle Vorstandsmitglieder besuchten die in diesem Jahr abgehaltenen erweiterten Präsidiumssitzungen persönlich. Dabei kamen wir zu dem eindeutigen Entschluss, dass es keinen Sinn mehr macht, unseren Mitgliedern weiterhin zu vermitteln, dass der LJV irgendwie wieder in gutes Fahrwasser gelangt. Selbst die jüngsten Entwicklungen und auch die bevorstehende Wahl eines neuen Präsidiums beim Landesjägertag sehen wir mit äußerster Skepsis.

Die Gesamtheit vieler ungeheuerlicher Vorgänge besonders 2018 führte dazu, dass der Vorstand, nachdem auch mehrfach geforderte Aufklärungsersuche erfolglos geblieben waren und selbst unsere Beschlüsse des Kreisjägertages auf eine nicht hinzunehmende Art vom LJV ignoriert wurden,  einstimmig beschloss, der Jägerschaft unseres Verbandes den Austritt aus dem LJVSN zum 31.12.2018 zu empfehlen.

Wir haben bereits mit anderen aus dem LJV ausgetretenen Kreisverbänden Kontakt aufgenommen und einen Erfahrungsaustausch angeregt. Sollten andere Jägerschaften zur gleichen Erkenntnis gelangen, sind wir gerne bereit mit diesen gemeinsam über neue Wege des gemeinschaftlichen Handelns aller sächsischen Jägerinnen und Jäger zu beraten. Es muss das Ziel bleiben, einen gesunden starken sächsischen Landesverband wieder aufzubauen.

Euer Vorstand

Rücktritte im Präsidium des LJVSN - Kommt es zur Spaltung des LJVSN?


Mit großer Sorge betrachtet der Vorstand des Kreisjagdverbandes Meißen die aktuelle Entwicklung beim Landesjagdverband Sachsen. Seit vielen Jahren versuchen wir in Sachsen einen funktionierenden Landesjagdverband aufzubauen, aber es gelingt uns nicht, dies zu verwirklichen. Immer wieder führen Intrigen, persönliche Befindlichkeiten und auch Unfähigkeit zum Scheitern dieses wichtigen Vorhabens.

Die Sicht auf die Jagd, der Umgang mit verschiedenen Politiker mit dem Thema Jagd und auch das teilweise aggressive Auftreten der Jagdgegner, führt durch diese Uneinigkeit in Sachsen unweigerlich zur Schwächung, vielleicht gar zur Auflösung der Jagd in der Form, wie wir sie heute kennen. Wir erinnern dabei an die Worte von Professor Herzog beim letzten Landesjägertag.

Anfang Februar wurde eine E-Mail verfasst, in der verschiedene Missstände im Präsidium des Landesjagdverbandes aufgezeigt werden und der überwiegende Teil der Mitglieder des Präsidiums zum Rücktritt aufgefordert werden. Der (die) Initiator(en) haben sich nicht einmal namentlich zu ihrem eigenen Schreiben bekannt. Der Brief wurde von 20 Kreisverbänden unterzeichnet.

Unserem Kreisjagdverband Meißen ist diese E-Mail bis zum heutigen Tag noch nicht offiziell zugegangen. Wir wurden nicht gefragt, wie wir dazu stehen. Man hat uns und weitere 14 Kreisverbände einfach ausgeklammert. Wir sind deshalb vor allem den Initiatoren gegenüber zutiefst empört. Für uns ist offensichtlich, dass diese Initiatoren mit voller Absicht den Landesjagdverband spalten wollen. Dieses Verhalten widerspricht allen Vorstellungen des DJV und auch unseren Vorstellungen von gemeinsamer Arbeit.

Als Reaktion auf den Brief traten mehrere Mitglieder des Präsidiums zurück. Dies wurde uns von der Geschäftsstelle mitgeteilt. Ebenso erhielten wir eine E-Mail von Herrn Norman Härtner, die an alle Kreisverbände versandt wurde, in welcher er als zurückgetretener Vizepräsident seine Sicht der Dinge darstellt.

 

Liebe Mitglieder des Kreisjagdverbandes Meißen,

um euch allen die Möglichkeit zu geben, Einblick in diese Angelegenheit zu erhalten, stellen wir den Brief „der 20 Verbände“ und die Ausführungen von Norman Härtner hier auf unsere Homepage - die Veröffentlichung der Stellungnahme von Norman Härtner und der dazugehörigen Unterlagen erfolgt mit ausdrücklicher Zustimmung von Norman Härtner. Jeder, der dies möchte, erhält damit die Gelegenheit, sich zu informieren und sich selbst ein Bild zu machen.

Der Vorstand des Kreisjagdverbandes Meißen erwartet, dass wir eine überzeugende Erklärung von den Initiatoren des Briefes „der 20 Verbände“ erhalten, warum wir so hinterhältig übergangen wurden.

Wir Mitglieder des Vorstandes versichern euch, dass wir alles tun, wieder einen funktionierenden Landesjagdverband zu bekommen und bitten euch, uns weiter zu vertrauen, dass unsere Arbeit im Kreisverband wie gewohnt in bewährter Form weiter ablaufen wird.

Über weitere und neue Entwicklungen werden wir euch hier informieren.

Der Vorstand am 05.03.2018

Wie kommen Wildschweine mitten in die Meißner Altstadt

Was sind die Ursachen bzw. wie kommen die Wildschweine in die Meißner Altstadt. Haben sich die Tiere wirklich nur verlaufen? Diese Fragen werden wir in den nächsten Tagen eruieren. Am 5. Mai 2018 von 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr erfolgt hierzu ein Vortrag beim Sachsenforst im Wildgehege Moritzburg.

Wildschweine mitten in der Meißner Altstadt

Bezüglich des aktuellen Mediengeschehens berichten wir über die Ereignissse in der Nacht vom 25.11.17 zum 26.11.17 auf dem Meißner Burgberg mit fachlichen Erklärungen.

Am Samstag den 25.11.17 um 22.53 Uhr erreichte mich ein Anruf aus dem Lagezentrum der Polizei in Dresden. Ein solcher Anruf ist keine Seltenheit, da wir Jagdpächter immer kontaktiert werden, wenn sich im Jagdrevier ein Wildunfall ereignet hat. Jedoch war der Inhalt dieses Anrufes nicht der meinerseits vermutete Wildunfall, sondern die Tatsache „Mehrere Wildschweine in der Stadt Meißen“. Als Nachsuchenführer/ Schweißhundeführer ist es mir schon schon häufig passiert dass sich Wild in die Nähe von Menschen begibt – u.a. am Stadtrand von Meißen oder im ländlichen Bereich. Aber die diensthabende Polizistin berichtete mir von mehreren Wildschweinen unmittelbar in der Altstadt an der Albrechtsburg in einem Grundstück und dass die benachbarten Bewohner die Wildschweine schon mehrfach vor ihrer Tür gesehen hatten.

Mit einem komischen Gefühl traf ich gegen 22.31 Uhr auf der Schlossbrücke auf der Albrechtsburg, oberhalb der Roten Stufen, ein. Mehrere Polizisten waren schon vor Ort, sicherten die Zuwegungen ab und haben mir die vorliegende Situation erläutert und mich um Lösungsvorschläge gebeten. Wir haben in einem Grundstück unterhalb der Schlossbrücke, welches sehr dicht mit Hecken und Sträuchern zugewachsen war, die Wildschweine gehört und gesehen. Gleichzeitig befanden sich zwei weitere Wildschweine, ein deutlich Größeres und ein Kleiners, auf der anderen Seite der Schlossbrücke Richtung Meisatal. Ich vermutete, dass das deutlich größere Wildschwein die Bache der Rotte ist – das Führungstier der Rotte. Demzufolge waren die Wildschweine in dem besagten Grundstück ggf. führungslos, was die Situation nicht entspannte. Wie die Wildschwein an diesen Ort gelangt sind bzw. warum und wie die Rotte getrennt wurde kann viele Ursachen haben. Gemeinsam, die Polizei und ich, eruierten wir den Lösungsansatz, die Wildschweine einfach aus dem Grundstück herauszudrängen und aus der Altstadt zu verjagen. Da die Wildschweine vermutlich ohne Führungsbache waren (welche die Rotte in unsicheren Situationen zusammenhält und führt), die Tiere immer wieder Auswege über die kleinen Gassen und Straßen in die Innenstadt finden konnten, stand diese Lösung nicht im Focus von Sicherheit und Gefahrenabwendung. Eine entstehende Panik durch Druckausübung bei den Tieren hieß es also zu verhindern. Auch die Verwendung von Betäubungsmitteln bei den Wildschweinen war nicht zielführend, da die Tiere situationsbedingt bereits schon einen hohen Adrenalinspiegel hatten und sich somit die Wirkung der Betäubungsmittel nicht einstellt. Außerdem war das Setzen eines Betäubungspfeiles, durch die Hecken und Sträucher, nicht möglich. Wildschweine sind sehr wehrhafte Tiere, gerade wenn sie bedrängt werden, und die Möglichkeit des Einfangens stellte demzufolge auch keine sichere Lösung dar - zumal es sich um fünf Tiere handelte. Grundtenor der Polizei war die Sicherheit und die Abwehr von Gefahr auf Leib und Leben der Bevölkerung. Für uns alle war nur der sichere und schnell tötende Abschuss der Wildschweine eine machbare und zielführende Lösung. Die Jagdausübung ist in befriedeten Bereichen, welche zum dauerhaften Aufenthalt von Personen bestimmt sind, gesetzlich verboten - wie u.a. im Stadtgebiet von Meißen. Unter Betrachtung der Tatsache „Gefahr für Leib und Leben“ wurde uns die notwendige polizeiliche Anweisung erteilt, die Tiere mit der Jagdwaffe fachgerecht, wirkungsvoll und vor allem schnell im Sinne des Tierschutzgesetzes zu erlegen. Mit der Anweisung durch die Polizei stand jedoch immer die Sicherheit bei der Ausführung, speziell beim Jagdwaffeneinsatz, im Vordergrund. Eine solche Aufgabe kann man nicht allein durchführen, somit habe ich einen sehr gut befreundeten und zuverlässigen Jagdkollegen für diese Aufgabenbewältigung hinzugezogen. In solchen Situationen heißt es ständig mit den Gedanken bei der Sache zu sein, jede Handlung gemeinsam abzustimmen, gemeinsam eine Strategie zu erarbeiten, immer die Sicherheit und ein überlegtes Handeln vor Augen zu haben - Teamwork halt. Wir beide sind erfahrene Jagdhundeführer und arbeiten im jagdlichen Einsatz mit unseren Schweiß- und Stöberhunden häufig sehr nahe am wehrhaften Schwarzwild, auch hier ist die Sicherheit und ein überlegtes Handeln Prämisse und die Lebensversicherung für uns selbst und unsere Hunde – Schwarzwild ist ein sehr wehrhaftes und in bestimmten Situationen ein sehr angriffslustiges Wild. Unter diesen Gesichtspunkten haben wir auch unsere Ausrüstung und unser Handwerkszeug ausgewählt - die Sicherheit stand immer an erster Stelle. Die Freiwillige Feuerwehr Meißen wurde durch die Polizeibeamten zum Einsatzort gerufen, sie stellten mit mehreren Fahrzeugen die Ausleuchtung des Bereiches vom Hohlweg und von der Schlossbrücke aus. Desweiteren sicherten die Kameraden einen Fluchtweg Richtung Marktplatz ab. Bevor wir mit unserer Arbeit begonnen haben, lokalisierte die Feuerwehr mittels einer Wärmebildkamera nochmals den Standort der Tiere. Den Weg zu den Wildschweinen fanden wir über das benachbarte Grundstück - hier hatten die Wildschweine bereits sichtbare Schäden an Türen, Geländer und Treppen hinterlassen. Die Bewohner des Grundstückes machten auf uns einen sehr ängstlichen Eindruck, was ja auch verständlich ist wenn nachts unerwartet mehrere Wildschweine ins Haus hinein wollen.

Gegen 1.00 Uhr haben wir langsam und bedacht das zugewachsene Grundstück betreten und merkten schon bei der Annäherung dass die Wildschweine einen sehr ausgeprägten Fluchtreflex zeigten und vor uns ausbrachen. Sie sprangen eine Mauer herunter und gelangten somit auf ein weiteres Grundstück. Hierbei flüchteten die Wildschweine auf ein Schuppendach und verweilten dort. An eine Schussabgabe war in dieser Situation niemals zu denken. Hauswände hätten die Geschosse ablenken können und die Anwohner in Lebensgefahr bringen können. Auch hier zahlte sich unsere bedachte Ruhe aus und die Tiere sprangen von dem Schuppendach in einen Hinterhof hinein und suchten Unterschlupf in einem kleinen Nebengelass. Die Baufälligkeit der Gebäudesubstanz machte uns zusätzlich Schwierigkeiten schnell und ruhig an die Tiere heranzukommen. Wir nahmen vorsichtig die schadhafte Bedachung des Nebengelasses auf und konnten uns einen Überblick verschaffen. Die Wildschweine standen ruhig auf gewachsenen Boden. Dies war für uns eine sichere Voraussetzung überhaupt an eine Schussabgabe zu denken. Durch den gewachsenen Boden (nicht Betonboden) war eine Gefährdung durch abprallende Geschosse, wenn sie den Wildkörper durchschlagen, sehr gering. Diese Situation nutzten wir und konnten gemeinsam den vier Wildschweinen einen sicheren und vor allem sofort tödlichen Schuss senkrecht von oben antragen. Glauben Sie mir, für meinen Jagdfreund und mich war es keine sehr angenehme und freudige Situation eine Kreatur auf diese Art und Weise zu erlegen.

Anschließend haben wir das Grundstück nochmal durchsucht, dass sich nicht noch ein ggf. verwundetes Wildschwein dort befindet.

Die Feuerwehr und Polizei haben die Tiere zum Abtransport geborgen. Der Einsatzort wurde durch die Feuerwehr gereinigt. Gegen ca. 2.30 Uhr war der Einsatz beendet.

Trotz dieser sehr ungewöhnlichen und prekären Situation haben alle Beteiligten die Nerven behalten und ihre Aufgaben ordnungsgemäß gemacht. Es war ein stimmiges Miteinander von Polizei, Feuerwehr und uns Jägern – eine Arbeit Hand in Hand. Diese Art der Begegnung mit wilden Schweinen konnte im Sinne einer ständig herrschenden Sicherheit und unter der Abwendung von Gefahren erfolgreich, ohne Zwischenfälle, ohne Unfälle, ohne Verletzungen oder Sachschäden beendet werden.

Im Jahre 2017 ist es sehr einfach über soziale Netzwerke eine Kommunikation zu pflegen um immer up to date zu sein. Wir beteiligten Jäger sehen es für notwendig sachlich Bericht zu erstatten, unser polizeilich angeordnetes und fachliches Handeln darzulegen.

Bezüglich drohenden Anfeindungen durch Personen oder Personengruppen, die diesem Sachverhalt und den damit verbundenen Handlungen nicht beiwohnen können, wird auf eine Namensbenennung der beiden beteiligten Jäger verzichtet.

Alle Bildrechte gemäß UrhG und KunstUrhG besitzen Freiwillige Feuerwehr Meißen und KJV-Meißen e.V.

Meißen, 26.11.17

Handwerker & Dreschtag in Schleinitz

Der Hegering Lommatzscher Pflege stellte sich am 7. September 2017 mit einen Informationsstand "Jagd & Natur" in Schleinitz der Öffentlichkeit. Die Jagdkameraden Uschi & Jürgen Hoffmann, Horst Bieber und Alexander Otto beantworteten alle Fragen der Natur- und Jagdfreunde von A - Z. Mit Unterstützung des KJV-Meißen wurde den Besuchern und Naturfreunden ein kleiner Einblick in die Arbeit des Jägers mit seinem Jagdhund gegeben. Es wurden verschiedene Jagdhunderassen vorgestellt. Bei der Vorführung kleiner Arbeitssequenzen konnten die Zuschauer die Arbeit der Jagdgebrauchshunde erleben. "Jagen ohne Hund ist Schund." Der Weimaraner - Rüde "Uno" von Martina Palmen zeigte uns die Arbeit auf der Kaninchenschleppe und den Apport der Beute. Der junge Deutsch Wachtelhund - Rüde "Urmel" mit seiner Jagdhundeführerin Rosa Christl arbeitete sehr motiviert an der rollenden Sau und die erfahrene  Bayerische Gebirgsschweißhund - Dame "Dorte" von Daniel Habich zeigte mit voller Konzentration was Fährtenarbeit mit "Nerven wie Drahtseile" bedeutet, als sie durch die andernen Hunde hindurch die kurze Wundfährte ohne jegliche Ablenkung voran brachte.

Ein kräftiger Weidmannsdank an die teilnehmenden Jagdhundeführer und ihre treuen Vierbeiner.

Vielen Dank auch an Uschi Hoffmann und Nicole Berger für die Bereitstellung der Bilddokumentationen (Fotos) - alle Rechte gemäß UrhG und KunstUrhG besitzen Uschi Hoffmann und Nicole Berger.

 

Daniel Habich - Vorstand KJV Meißen

Öffentlichkeitsarbeit in Deutschenbora

Der KJV Meißen und speziell die ortsansässigen Jäger - unter Federführung von Herrn K. Schlüter, Silvia Glöckler und Th. Stange - präsentierten sich am 20.5. beim Dorffest in Deutschenbora. Zusammen mit den Anglern des DAV Ortsgruppe Deutschenbora wurden in unmittelbarer Nähe Infostände aufgebaut. Interessierte Besucher und Anwohner holten sich Rat und Information bei uns. Für die Kinder hab es viel zu sehen und zu entdecken. Neben Zielweitwurf mit der Angel konnten die Kinder auch Wildtiere anhand der Bilder erraten. Dafür gab es viele kleine Preise. Die Erwachsenen nutzen immer wieder das Gespräch, um sich über die Jagd und vor allem den Natur- und Artenschutz vor Ort zu informieren.

 

Jäger in Nossen helfen Wildunfälle zu reduzieren bzw. zu verhindern

Auf Wunsch der Jagdpächter hat die Jagdgenossenschaft Nossen Wildwarnreflektoren angeschafft. In Abstimmung mit der Straßenmeisterei wurden diese Reflektoren durch die Jagdpächter montiert.   

Die Wildwarnreflektoren werden an gefährdeten Straßen an die Strassenbegrenzungspfosten angebracht. Die Halbkreisform gewährleistet eine umlaufende Reflexion und der eingesetzte Kunststoff-Reflektor garantiert, dass das vom Fahrzeug kommende Licht tatsächlich quer zur Fahrbahn umgeleitet wird. Hierdurch entsteht ein optischer Warnzaun, welcher das Wild vom Überqueren der Fahrbahn abhält.

Rehe und Wildschweine - aber auch Dachs, Fuchs und Waschbär - fallen dem Straßenverkehr ausgesprochen häufig zum Opfer. Die Autofahrer unterschätzen regelmäßig die Gefahr von Wildwechseln.

Zum einen führt das dichte Straßennetz und den darauf herrschenden Autoverkehr dazu, dass Wildtiere auf ihren Wildwechsel die Verkehrswege überqueren und die Gefahr der schnell herannahenden Autos nicht erkennen können.

Im Sommer steigt u.a. die Wildunfallgefahr mit Rehwild, weil die Rehböcke zur Paarung die Ricken suchen und ihnen dabei „Blind vor Liebe“ folgen. Ein weiteres vermehrtes Unfallrisiko entsteht unmittelbar bei und nach der Ernte, wenn in der Feldflur große Raps- und Maisflächen abgeerntet werden. Das Wild verliert seine Deckung und flüchtet zum nächsten Einstrand. Hierbei wird es regelmäßig auf Straßen überfahren oder gar angefahren.  

Nicht jeder Wildunfall hat nur das Verenden des Wildtieres zur Folge. Bei Unfällen mit Hochwild (Schwarzwild) kann es auch zu sehr starken Verletzungen der Autoinsassen kommen – Unfalltote nicht ausgeschlossen. Desweiteren,  ist z.B. die Kollision von Auto und Wildschwein nicht so intensiv, flüchtet das Tier mit starken inneren Verletzungen. Im Sinne des Tierschutzes ist hier eine sofortige Information der Polizei und des zuständigen Jagdpächters notwendig.

Wildwarnreflektoren stellen hierbei eine Prävention dar und helfen Wildunfälle und schlimmere Unfallfolgen zu vermeiden.

Jagd ist "Aktiver" Natur- und Tierschutz

In der Jahreszeit Mai ... Juni setzt das Rehwild Ihre Kitze und dies bevorzugt auf den Wiesen- und Weideflächen. Zur selben Zeit beginnt aber auch die Mahd und es werden die Grünlandflächen zur Herstellung von Silage oder Heu gemäht. Durch die Agrarpolitik werden die zu bewitschaftenden Flächen immer größer und die Landwirte arbeiten mit größeren und schnelleren Landmaschinen - Grundsatz: Hoher Ertrag in kurzer Zeit. Dies läßt sich jedoch nicht mit der Natur vereinen.

Und das ist die Folge...

(Die Bilder wurden uns von Weidgenosse Sven Uhlig zugearbeitet - verendete und schwer verletzte Rehkitze bei der Grasmahd in seinem Jagdrevier.)

Wir Jagdpächter und Jäger sind bestrebt diese Folgen auf ein Minimum zu begrenzen bzw. zu verhindern. Wir Jäger durchqueren diese Wiesenflächen um die Ricken mit ihren Kitzen zu finden und ggf. die Kitze aus den Wiesen zu tragen. Hierbei unterstützen uns unsere Jagdhunde mit ihren sehr ausgeprägten Geruchssinn. Auch das Vergrämen mittels Scheuchen oder mit für das Wild unangenehmen Geruchsstoffen steht uns als Jägern zur Verfügung. Auch sehr moderne Drohnentechnik dient der effizienten Kitzrettung bei der Grasmahd.

Jedoch ist das Engagement der Jäger oder die beste Technik unwirksam, wenn es keine Kommunikation von seitens der Landwirte gibt.  Beispiele wo die Zusammenarbeit mit dem Landwirt funktioniert, wie u.a. in unserem Landkreis, stehen hier als Vorbild voran - aber es gibt auch noch die andere Seite mit grausamen Folgen.

An der Agrarpolitik kann nur der Verbraucher rütteln, aber ändern wird diese keiner. Jedoch sollten wir alle daran denken "Wo ein Wille ... da ist auch ein Weg".

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Neueste Kommentare

05.09 | 00:19

Natürlich dürfen sie ihre eigene Stimme haben. Aber die bewirkt leider nicht viel wenn sie zu klein ist.

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05.09 | 00:17

Herr Härtner, sie haben auf keinen Fall gut überlegt!! Ihr Ego ist das Problem!!!
Schade das untere Jagd darunter leidet!"

...
31.08 | 05:11

Weidmannsheil. Der Kreisjagdverband Meissen entscheidet Objektiv mit seinen MItgliedern u. macht keine Alleingänge... Das ist Verbandsleben ...

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30.08 | 09:25

Sehr geehrter Herr Geissler, Sie haben Ihre Meinung, wir die unsere. Dabei sollten wir es lassen. Unsere Mitglieder haben gut überlegt und sich entschieden.

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